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Gebet eines Gärtners

Herrgott, richte es so ein, daß es täglich von Mitternacht bis drei Uhr früh regne, aber langsam und warm, weißt du, damit es einsickern kann;

doch soll es dabei nicht auf die Pechnelke, das Steinkraut, Sonnenröschen, den Lavendel und andere Blumen regnen, die dir in deiner unendlichen Weisheit als trockenliebende Pflanzen bekannt sind - wenn du willst, schreibe ich es dir auf ein Blatt Papier auf;

ferne soll die Sonne den ganzen Tag über scheinen, aber nicht überallhin (zum Beispiel nicht auf den Spierstrauch und Enzian, noch auf Funkie und Rhododendron) und auch nicht zu stark;

dann möge es viel Tau und wenig Wind geben, genug Regenwürmer, keine Blattläuse, Schnecken und keinen Mehltau, und einmal in der Woche verdünnte Jauche mit Taubenmist regnen.

Amen


Karel Capek
aufgelesen von Anna

 

gut beh├╝tet

Nun hatte der erste Mensch eine Frau

Adam nannte sie Eva und liebte sie innig. Sie begannen ihr gemeinsames Leben in einem Pardiesgarten, den der Herr für sie im lieblichsten Teil der neugeborenen Welt angelegt hatte. Es war eine Landschaft mit Flüssen und kostbarem Gestein, mit blühenden Bäumen und Früchten im Überfluss; der Garten hieß Eden. Adam und Eva lebten zufrieden in dem Garten, in dem sie zu Hause waren. Der Herr hatte ihnen alles geschenkt, was sie sich zur Nahrung und Freude nur wünschen konnten. Vögel in leuchtenden Farben huschten von Blüte zur Blüte und von Zweig zu Zweig und sangen so süß, dass sich die Rose dem Himmel entgegenstreckte. Der Fluss glitzerte und murmelte durchs Land, so dass alle Pflanzen bis auf das Unkraut und die Disteln in dem fruchtbaren Boden gediehen. Adam hatte nur leichte Mühe, nach dem Garten zu sehen, denn der Herr hatte ihn nicht dazu bestimmt, seine Tage in schwerer Arbeit zu verbringen.

Es gab Bäume jeder Art, die in jeder Jahreszeit herrliche waren, doch am schönsten im jungen Grün, wenn Blüten an ihren Zweigen schimmerten; und Früchte zum Essen gab es im Überfluss. Mitten im Garten gab es den Baum des Lebens und neben ihm den Baum der Erkenntns von Gut und Böse. Doch Adam und Eva wussten nichts von Gut und Böse. Ihre Welt war ganz und gar gut und sie selbst so frei und ohne Angst wie die Vögel in der Luft und die Tiere, die Wälder und Felder durchstreiften. Gott ging über die Erde und sprach mit ihnen in der Kühle des nahenden Abends. Dann war ihr Glück vollkommen.

Pearl S.Buck, Aufgelesen von Anne Rosenstengel

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